HAUS 209
2016
Poetischer Science-Fiction Documentary HD, 9:55 min.

HAUS 209 erzählt die Geschichte einer Frau, die für ein dystopisches Experiment verwendet wird, um die „jenseitige Welt“ zu reisen.

Die Frau ist in einer Isolationszelle einer Klinik eingesperrt, in der Experimentatoren die Möglichkeit des Reisens in die „andere“ Welt mit der Hilfe von Radioaktivität erforschen. Testpersonen werden ins „Jenseits“ geschickt, um Rat von den „Stimmen“ zu holen, wie die Probleme der Menschheit zu lösen seien. Der Frau werden radioaktive Kapseln eingeflösst, was sie den Stimmen nahe bringt. Nach einem Treffen mit der Magierin der jenseitigen Welt überreicht die Frau den Wissenschaftlern die Lösung für die Probleme der Menschheit.

Der Film setzt sich zusammen aus Standfotos diverser Aufenthalte in den HELIOS-Kliniken für Radio-Jod-Therapien nach Schilddrüsenkrebs, aus found footage der 50er Jahre, und aus mikroskopischen Aufnahmen von Zellvorgängen. Mit Ausnahme von zwei farblichen Filmclips ist das Video ausschließlich Schwarz-Weiß. Tonaufnahmen aus dem Inneren der Klinik vermischen sich mit dem Ton von Geigerzählern, elektronischen Tönen und Ausschnitten aus Debussy-Filmen. Der Film ist Hommage an Chris Markers Film La Jetée; der Filmtitel bezieht sich auf die Station der Klinik Berlin-Buch, in der Schilddrüsenpatienten ihre Radio-Jod-Therapie bekommen.